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Burg Lisberg, Burg 1, Lisberg in Oberfranken

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Die Burg wurde im 8. Jahrhundert erbaut und erstmals mit dem Namen „Elitzberg“ 820 in einer Schenkungsurkunde erwähnt, als der damalige Burgherr Hiltuvin dem Kloster Fulda Land schenkte. Das Adelsgeschlecht der Herren von Lisberg tauchte erstmals 1200 urkundlich auf. Vermutlich diente die Burg als Gaugrafenburg zum Schutz des Volkfeldgaus.Der Ansbacher Markgraf Friedrich VI. erhielt 1398 die Hauptburg zu Lehen, das Hochstift Würzburg das Dorf und die Vorburg. Um 1500 wurde die Burg Lisberg Ganerbenburg. Die Freiherren von Münster saßen bis 1707 auf der Burg, ab 1855 die Fürsten Castell zu Castell, bis Ende des Jahres 2015 der (ehemalige) Graphiker Hans Fischer. Seitdem ist die Burg in Privatbesitz des Unternehmers Johann Sebök.

Im Bauernkrieg 1525 wurde nur die Vorburg beschädigt und in den Markgrafenkriegen und im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Burg durch kluge Politik der Lisberger keine Zerstörungen. Die große Burganlage gilt als romanische Anlage; deren älteste Bauten, die auch den Bergfried und Teile des Torhauses umfassen, gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Die Kernburg ist durch einen Graben von der Vorburg (mit Rundturm und Torbau mit dem Wappen derer von Giech „1521“) getrennt. Der Halsgraben der Vorburg ist noch erhalten. Die Kernburg und der nördliche Teil der Vorburg sind von einem Zwinger umgeben.Der mächtige runde Bergfried mit einem Burgverlies in seinem Sockelgeschoss wird in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert. Die Burgkapelle St. Nikolaus und Anna wurde 1421 erwähnt. Der Palas wurde um 1600 im Renaissancestil und der im Kern gotische Wohnbau mit Burgküche und Rittersaal 1776 von Otto Philipp von Münster im Renaissancestil umgebaut. Weiter verfügt die Burg über ein gotisches Frauenhaus. Im 18. Jahrhundert wurde der Bergfried teilweise abgetragen und mit einem Mansarddach versehen.

Die Burg befindet sich -wie geschrieben- in Privatbesitz und kann nach Vereinbarung besichtigt oder für Veranstaltungen gebucht werden. Sie wurde im Jahr 2015 an den Bamberger Unternehmer und Auktionator Johann Sebök verkauft. Der ehemalige Besitzer Hans Fischer hatte Wohnrecht auf Lebenszeit und verstarb im Februar 2016.

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